Die neue Ausstellung im Industriesalon -
vom 7.August bis zum 30. August 2020



Gezeigt werden Fotografien von Röhren - der unterschiedlichsten Art, der unterschiedlichsten Größe und für die unterschiedlichsten Zwecke. Alle Fotos stammen aus dem Archiv vom Werk für Fernsehelektronik (WF) im Industriesalon.
Sie wurden von dem Fotografen Hans Joachim Köhler in den 50er, 60er und 70er Jahren zu Dokumentationszwecken für das WF angefertigt.
Mit dem Abstand von 50 Jahren entwickeln die historischen Fotografien einen eigenen ästhetischen Reiz. Sie lassen sich neu interpretieren - als Roboter in Science-Fiction- Filmen, als Phantasiebauten einer fernen Zukunft. Auch diese neuen Sichten machen die Ausstellung sehenswert!

Als "Highlight" zeigen wir außerdem unseren Neu-Erwerb: Das "elektronische Melodieinstrument" Vocata EM2, hergestellt im VEB Werk für Fernmeldewesen Berlin-Oberschöneweide (das spätere WF), Anfang der 50er Jahre.

 

SchülerInnen vom Anne-Frank-Gymnasium nehmen Orte der Vertreibung jüdischer MitbürgerInnen in den Fokus. Stolpersteine sind der Augangspunkt. Um die Namen zu lesen, muss sich der Passant verbeugen. Wenn er wieder aufsieht, fällt sein Blick auf das ehemalige Wohnhaus des Opfers. Was oder wer gibt heute noch Auskunft über das unermessliche Leid der ehemaligen Bewohner?
Die Ausstellung vom Leistungskurs Kunst hat der erfahrene Fotograf Georg Krause begleitet.



Stolpersteine im Fokus: Schirnerstraße 28a

Ab sofort im Turm vom ehemaligen WF:

Vom sowjetischen Laboratorium zum größten Werk Ostberlins
Ausstellung über die Anfänge vom Werk für Fernsehelektronik 1945 bis 1953


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

In der DDR war das Werk für Fernsehelektronik (WF) ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungszentrum der elektronischen Industrie und mit ca. 9.000 Mitarbeitern der größte ostdeutsche Produktionsbetrieb für Elektronenröhren und elektronische Bauelemente.
Diese Ausstellung zeigt den Aufbau des Werks nach dem 2. Weltkrieg.

Hintergrund:
Berlin galt als Metropole der Elektrotechnik, der Funk-, Nachrichten- und Messtechnik.
Nach Kriegsende 1945 versuchten sich alle vier Siegermächte die  Hinterlassenschaften insbesondere der deutschen Rüstungstechnologien anzueignen.
Die Siegermacht Sowjetunion hatte besonders großen Nachholbedarf im Bereich der Elektronik. DieWissenschaftler und Ingenieure in der Uniform der Roten Armeefahndeten nach deutschem Ingenieurswissen, Anlagen und Maschinen. In großer Eile wurden ganze Industrieanlagen demontiert und auf Züge verladen. Diese "Trophäenaktion" stellte sich aber als wenig effektiv raus. Um deutsche Ressourcen besser nutzen zu können, wurden in der sowjetischen Besatzungszone ab Mitte 1946 die leitungsstärksten Großbetriebe zu "Sowjetischen Aktiengesellschaften" (SAG). Sie gehörten nun zum russischen Hoheitsgebiet und hatten zu produzieren was die sowjetische Militäradministration (SMAD) befahl.

In dem 1915 als Automobilfabrik von der AEG erbauten Gebäude in Oberschöneweide (dem späteren WF) richtete die SMAD 1945 das "Laboratorium-Konstruktionsbüro und Versuchswerk Oberspree" ein. Ziel war es, den Erfahrungsschatz und Technologiestand der deutschen Elektronikindustrie für die Sowjetunion zu nutzen. Priorität hatten Geräte und Technologien für den militärischen Einsatz. Innerhalb eines Jahres wuchs die Belegschaft auf 2.000 Mitarbeiter an. Die überwiegend aus Physikern und Technologen bestehenden Forschergruppen bildeten die Basis für das spätere Werk für Fernsehelektronik.

Hier ein Link zu einem anschaulichen Bericht zur Ausstellung von Ralf Drescher

http://www.berliner-woche.de/oberschoeneweide/bildung/ausstellung-ueber-die-anfaenge-des-werks-fuer-fernsehelektronik-d117296.html