Konzert im Salon
Freitag, 26. September 2014, 19:30 Uhr

Das Jazzorchester PROKOPÄTZ ist eine unangepasste Big-Band-Besetzung und seit über zehn Jahren fester Bestandteil der Berliner Jazzszene. PROKOPÄTZ setzt mit seinem ständig wachsenden Repertoire auf musikalische Brüche: Rock, Swing und Funk sind darin genauso enthalten, wie komplizierte Rhythmik, gesungener und gesprochener Text, Marsch, Walzer und freie Improvisationen. Die von Hannes Zerbe arrangierten Kompositionen stammen von Weill und Eisler bis zu Breuker und Zerbe.



"Es ist verboten, das von Hans Zerbe geleitete Jazzorchester Prokopätz eine Big Band zu nennen, obwohl es eine ist. Das Verbot ist eine Arrangementfrage, die gewöhnliche Strenge jedes Bläsersatzes zertuten die Prokopätzisten in feiner freier Improvisation. Jazz macht Arbeit, mit zwanzig Musikern einen ganzen Sack voll. Die hohe Schule des freien Spiels verlangt unbedingte Meisterschaft und blindes Verständnis für die vielen Partner. Und sie spielen richtig harten Stoff. In der schönen Tradition Hanns Eislers, der großen Spaß daran hatte, Trompeter in den Wahnsinn zu schreiben, atmen sie das zwanzigste Jahrhundert ein und sehr eigen wieder aus. Sie nehmen einen Kurt Weill und stellen ihn mit Eislers zwölf Tönen richtig. Und immer lachen sie über die eigenen Hörner. Spiel mir ein kleines Arbeiterkampflied, die Revolution ist eine ernste Sache, der freie Marsch heißt stolpern, die alten Genossen dürfen jetzt wackeln und hüpfen. Zerbe komponiert selbst und bedient neben den Tasten das Publikum mit den Regeln der Freiheit: Strukturen aufbauen und kaputthauen." (Junge Welt)

Eintritt: 8,00 € / ermäßigt 5,00 €

www.prokopaetz.de