Ein Pionier der Elektroindustrie

 

Produktionsfläche rund 140.000 qm, davon ca. 50.000 qm Hallenfläche

1899 erbaute die "Deutsche Niles AG" an der Wilhelminenhofstraße ein
Verwaltungs- und ein Produktionsgebäude und eine Montagehalle
nach den Plänern von Baumeister Paul Tropp

Produziert werden Werkzeugmaschinen, Pressluftwerzeuge, hydraulische Pressen und Maschinen, Eisen- und Metallgiesserei

Im 1.Weltkrieg werden Granaten produziert.

1920 Kriegsende, Granaten werden nicht mehr gebraucht, die Fabrik wird an die
AEG verkauft

1921 Das Transformatorenwerk der AEG in der Wilhelminenhofstrasse nimmt
den Betrieb auf, wird in kurzer Zeit zum Weltmarktführer im Bereich Großtransformatoren.

1927 Bau des weltgrößten Einphasen-Transformators

1928 Bau der Großtransformatorenhalle in Stahlskelettbau
Architekt: Ernst Ziesel

Im 2.Weltkrieg wurden vor allem Scheinwerfer für die Flugabwehr und Munitionshülsen produziert.
Beschäftigung von über 1.000 Zwangsarbeitern = 38% der gesamten Belegschaft

1946 Mit ca. 1400 Arbeitern, Angestellten, Ingenieuren wird die Produktion
wieder aufgenommen
Überführung vom TRO in sowjetisches Eigentum

1949 Volkseigener Betrieb TRO. Zuordnung zum VEB Elektromaschinenbau.
In diesem Jahr sind 3060 Trojaner beschäftigt

1950 VEB Transformatorenwerk „Karl Liebknecht“.
TRO ist der „Hoflieferant“ der Energiewirtschaft der DDR.
Fertigte auch Basiselemente für die Energieversorgung von Griechenland, 
Syrien, Ägypten, Bulgarien, Tschecheslowakei...

1962 Konsumgüter - Beginn der Produktion des Rasenmähers "Trolli" als
Jugendprojekt

1989 ca. 4.000 Mitarbeiter tätig in insgesamt 4 Betriebsteilen.

1991 AEG erwirbt TRO – mit den Produktionsgruppen Transformatoren, 
Stufenschalter, Schaltgeräte.

1994 Grundlegende Renovierung des gesamten Fabrikgeländes, Inbetriebnahme 
eines hochmodernen Transformatorenprüffeldes.

1995 Der Schalterbau-Markt in Osteuropa ist zusammengebrochen, Absatzkrise
wird bedrohlich

1996 Beschluss zur Schließung der AEG TRO.

1997 Der Privatinvestor Peter Barg kauft das TRO-Gelände und gründet das „Kultur- und Technologiezentrum Rathenau“.

2006 Insolvenz des Investors und Weiterverkauf an die irische Investorengruppe
Toruro.

Das Gelände wurde zur Spree geöffnet.
Auf dem Gelände ist heute eine Mischung von produzierendem Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen angesiedelt.
Die Rathenau-Hallen stehen zur Vermietung.
Im Atelierhaus 79 und anderen Gebäuden mieten Künstler Ateliers. Auch die Karl Hofer Gesellschaft der Universität der Künste unterhält eine Atelieretage für ihre Stipendiaten.