Fotografien von Peter Thieme

DIE DRITTE MITTE
Berlins Zentrum vor dem Umbau zur City der neuen Hauptstadt
1993-1998

Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet. Paul Cezanne

 

Peter Thieme, Clara-Zetkin-Straße/Ebertstraße, 1993

In seinen Fotografien hält Peter Thieme den damaligen Zustand vom Berliner Zentrum fest. Eine Reflexion über Vergangenheit und Zukunft in einer Zeit des Übergangs, in dem Neues erst in Ansätzen im damals Heutigen sichtbar wurde.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mittwoch, Freitag bis Sonntag 14 bis 18Uhr
Weitere Infos zur Ausstellung und zum Fotografen finden Sie im Anhang.

Sonderausstellung

 Der Wilde Osten und seine Heldinnen und Helden



Die Friedliche Revolution stürzte die Regierung der DDR. Doch was kam danach?
Wie hat sich das Leben von Millionen von Menschen in Ostdeutschland in den Neunziger Jahren verändert? Gab es wirklich einen "Wilden Osten"?
Brauchte es Helden um den neuen Alltag zu bestreiten? 
Und wie haben die Menschen diese turbulente Zeit erlebt?

Mehr erfahren Sie in der Ausstellung
"Helden im Wilden Osten"
vom 4.März 2017 bis zum 18. Juni 2017

Öffnungszeiten für Besucher:
Mittwoch, Freitag bis Sonntag von 14-18Uhr


Unsere Ausstellungen werden gefördert aus Mitteln der Dezentralen Kulturarbeit vom Bezirksamt Treptow-Köpenick

                   Die Wanderausstellung ist eine Eigenproduktion der zeitläufer GbR
                                             Laufzeit insgesamt von 2015 bis 2017


 

 

Ausstellung

In etwas verkleinerter Form zeigen wir weiterhin im Salon die Ausstellung:

Vom sowjetischen Laboratorium zum größten Werk Ostberlins
Ausstellung über die Anfänge vom Werk für Fernsehelektronik 1945 bis 1953


 

 

 

 

 

 

 

Foto: WF-Archiv im Industriesalon


In der DDR war das Werk für Fernsehelektronik (WF) ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungszentrum der elektronischen Industrie und mit ca. 9.000 Mitarbeitern der größte ostdeutsche Produktionsbetrieb für Elektronenröhren und elektronische Bauelemente.
Diese Ausstellung zeigt den Aufbau des Werks nach dem 2. Weltkrieg.

Hintergrund:
Berlin galt als Metropole der Elektrotechnik, der Funk-, Nachrichten- und Messtechnik.
Nach Kriegsende 1945 versuchten sich alle vier Siegermächte die  Hinterlassenschaften insbesondere der deutschen Rüstungstechnologien anzueignen.
Die Siegermacht Sowjetunion hatte besonders großen Nachholbedarf im Bereich der Elektronik. DieWissenschaftler und Ingenieure in der Uniform der Roten Armeefahndeten nach deutschem Ingenieurswissen, Anlagen und Maschinen. In großer Eile wurden ganze Industrieanlagen demontiert und auf Züge verladen. Diese "Trophäenaktion" stellte sich aber als wenig effektiv raus. Um deutsche Ressourcen besser nutzen zu können, wurden in der sowjetischen Besatzungszone ab Mitte 1946 die leitungsstärksten Großbetriebe zu "Sowjetischen Aktiengesellschaften" (SAG). Sie gehörten nun zum russischen Hoheitsgebiet und hatten zu produzieren was die sowjetische Militäradministration (SMAD) befahl.

In dem 1915 als Automobilfabrik von der AEG erbauten Gebäude in Oberschöneweide (dem späteren WF) richtete die SMAD 1945 das "Laboratorium-Konstruktionsbüro und Versuchswerk Oberspree" ein. Ziel war es, den Erfahrungsschatz und Technologiestand der deutschen Elektronikindustrie für die Sowjetunion zu nutzen. Priorität hatten Geräte und Technologien für den militärischen Einsatz. Innerhalb eines Jahres wuchs die Belegschaft auf 2.000 Mitarbeiter an. Die überwiegend aus Physikern und Technologen bestehenden Forschergruppen bildeten die Basis für das spätere Werk für Fernsehelektronik.

Hier ein Link zu einem anschaulichen Bericht zur Ausstellung von Ralf Drescher

http://www.berliner-woche.de/oberschoeneweide/bildung/ausstellung-ueber-die-anfaenge-des-werks-fuer-fernsehelektronik-d117296.html