Das Landmark der Elektropolis

Auf dem zentralen Stadtplatz von Schöneweide soll ein Landmark errichtet werden - eine künstlerische Installation - als neues Wahrzeichen - ein "Hingucker" mit Fernwirkung an der Spree.  Dieses Landmark soll das Thema Energie anschaulich machen, in dem es vor Ort Strom produziert, speichert und nutzbar macht. Der Industriesalon hat in 2016/2017 einen zweiphasigen Kunstwettbewerb ausgelobt. Beteiligt haben sich 31 Künstlergruppen aus Berlin.
Alle Entwürfe werden im Industrieslaon ausgestellt.
Die Jury empfiehlt zur Realisierung den Entwurf von Peter Sandhaus mit dem Titel "Lichtgestalt".
Diese Arbeit verbindet die Schöneweider Tradition der Elektroindustrie mit einem Aufbruchssignal - hin zu einer erneuerten Elektropolis, geprägt von regenerativer Energie, smarter Elektromobilität und elektronische virtueller Vernetzung. 
Die Suche nach einer Finanzierung hat begonnen, wir wünschen uns eine Realisierung in 2018.

Die Anfänge vom Werk für Fernsehelektronik

Ab sofort im Turm vom ehemaligen WF:

Vom sowjetischen Laboratorium zum größten Werk Ostberlins
Ausstellung über die Anfänge vom Werk für Fernsehelektronik 1945 bis 1953


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

In der DDR war das Werk für Fernsehelektronik (WF) ein wichtiges Forschungs- und Entwicklungszentrum der elektronischen Industrie und mit ca. 9.000 Mitarbeitern der größte ostdeutsche Produktionsbetrieb für Elektronenröhren und elektronische Bauelemente.
Diese Ausstellung zeigt den Aufbau des Werks nach dem 2. Weltkrieg.

Hintergrund:
Berlin galt als Metropole der Elektrotechnik, der Funk-, Nachrichten- und Messtechnik.
Nach Kriegsende 1945 versuchten sich alle vier Siegermächte die  Hinterlassenschaften insbesondere der deutschen Rüstungstechnologien anzueignen.
Die Siegermacht Sowjetunion hatte besonders großen Nachholbedarf im Bereich der Elektronik. DieWissenschaftler und Ingenieure in der Uniform der Roten Armeefahndeten nach deutschem Ingenieurswissen, Anlagen und Maschinen. In großer Eile wurden ganze Industrieanlagen demontiert und auf Züge verladen. Diese "Trophäenaktion" stellte sich aber als wenig effektiv raus. Um deutsche Ressourcen besser nutzen zu können, wurden in der sowjetischen Besatzungszone ab Mitte 1946 die leitungsstärksten Großbetriebe zu "Sowjetischen Aktiengesellschaften" (SAG). Sie gehörten nun zum russischen Hoheitsgebiet und hatten zu produzieren was die sowjetische Militäradministration (SMAD) befahl.

In dem 1915 als Automobilfabrik von der AEG erbauten Gebäude in Oberschöneweide (dem späteren WF) richtete die SMAD 1945 das "Laboratorium-Konstruktionsbüro und Versuchswerk Oberspree" ein. Ziel war es, den Erfahrungsschatz und Technologiestand der deutschen Elektronikindustrie für die Sowjetunion zu nutzen. Priorität hatten Geräte und Technologien für den militärischen Einsatz. Innerhalb eines Jahres wuchs die Belegschaft auf 2.000 Mitarbeiter an. Die überwiegend aus Physikern und Technologen bestehenden Forschergruppen bildeten die Basis für das spätere Werk für Fernsehelektronik.

Hier ein Link zu einem anschaulichen Bericht zur Ausstellung von Ralf Drescher

http://www.berliner-woche.de/oberschoeneweide/bildung/ausstellung-ueber-die-anfaenge-des-werks-fuer-fernsehelektronik-d117296.html