Schöneweide


Die beiden Ortsteile Nieder- und Oberschöneweide haben sich unabhängig voneinander entwickelt. Sie lagen bis zur Verwaltungsreform 2001 in verschiedenen Verwaltungsbezirken der Stadt, Niederschöneweide war Teil des ehemaligen Bezirkes Treptow während Oberschöneweide ein Teil des ehemaligen Bezirkes Köpenick war. Durch die Fusion dieser ehemaligen Stadtbezirke liegen nun beide Ortsteile im Bezirk Treptow-Köpenick und entwickeln sich langsam zu einem zukunftsträchtigen Stadtteil Berlins.

Von der "Schönen Weide" mit dem Ausflugslokal Wilhelminenhof direkt an der Spree entwickelte sich Oberschöneweide am Ende des 19. Jahrh. in nur wenigen Jahren zu einem der bedeutensten Industriestandorte Berlins. 

Im Zuge der Randwanderung 
der Berliner Industrie fand die AEG hier die geeigneten Flächen für die aufstrebende Elektroindustrie.
Bedeutende Architekten 
schufen ein Ensemble von Fabrikanlagen, Versorgungs-einrichtungen, Verwaltungs- und Wohnbauten, das heute in weiten Teilen unter Denkmalschutz steht.

AEG - Kabelwerk Oberspree (KWO) um 1920

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Betriebe zunächst zu sog. "Sowjetischen Aktiengesellschaften" (SAG), die Reparationsleistungen erbringen mussten.
In den 50iger Jahren gingen die großen Betriebe in Volkseigentum der DDR über. Schöneweide blieb der größte Industriestandort der DDR - etwa 30.000 Menschen haben hier gearbeitet.
Anfang der Neunziger Jahre wurden die Betriebe in GmbHs umgewandelt und mussten sich gegen weltweit starke Konkurrenz behaupten. Alle Betriebe brachen zusammen und/oder wurden abgebaut. Einige wenige Ausgründungen konnten sich mit hochspezialisierten Technologien behaupten. Bis heute stehen weite Teile der Industriebauten leer.

Wichtigster Entwicklungsmotor ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW).
Der neuer Campus wurde im historischen Bestand des ehemaligen AEG-Kabelwerks
(KWO) gebaut. Der Zugang zur Spree wurde geöffnet - der neue "Kaisersteg" verbindet Ober-und  Niederschöneweide. Ein durchgehender Uferwanderweg lässt leider noch auf sich warten.

Ansicht von Oberschöneweide 2007

Weitere vielfältige Informationen über Schöneweide finden Sie auf  www.meinschoeneweide.de.