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Sendetriode TS 41

Die kleine strahlungsgekühlte Kurzwellen-Senderöhre wurde nicht, wie zu erwarten von Telefunken oder einem anderen etabliertenRöhrenbauer entwickelt und in die Fertigung übergeleitet, sondern von einem Neuling, der bisher mit dem Röhrenbaunichts zu tun hatte: die GEMA. Die „Gesellschaft für elektroakustische und mechanische Apparate“ in Berlin Köpenick befasste sich mit Funkortungsanlagen und benötigte für diesen Zweck speziell geeigneteElektronenröhren.

So entstand eine Reihe von GEMA-Röhren z. T. mit auffälligen Kolbenformen. Eben diese gelten heute als Raritäten.

Es gibt nicht nur Exemplare mit dem GEMA- Logo sondern auch solche, die in Lizenz in der AEG Röhrenfabrik Oberspree, Oberschöneweide, für die GEMA gefertigt wurden.

Die Röhre wurde in verschiedenen Anwendungsbereichen verwendet. Unteranderem war die Gegentaktendstufe des ersten Versuchs-Bildsenders OSW 2792 a der DDR im Turm des Stadthauses (Alexanderplatz), mit 2 x TS 41 aufgebaut.

Ebenso der zugehörige Tonsender. Dieser für Schulungszwecke der Deutschen Post in Königswusterhausen genutzte Sender, wurde um 1987 nach Kabul umgesetzt und diente dort als UKW-Stereosender.

Außerdem wurde die Senderöhre auch in Kurzwellentherapiegeräten für medizinische Anwendungen eingesetzt.